Besenrein übergeben: was am letzten Tag wirklich verlangt wird
Besenrein heißt in der Praxis: Die Wohnung ist vollständig leer, der Boden ist gekehrt oder gesaugt, grobe Verschmutzungen sind entfernt, und es steht nichts mehr in Keller, Dachboden, Garage oder Gartenhaus. Eine Grundreinigung ist damit nicht gemeint, wohl aber ein Zustand, in dem der nächste Mieter sofort renovieren könnte. Was darüber hinaus geschuldet ist, entscheidet Ihr Mietvertrag und nicht die Gewohnheit.
- Leer, gekehrt, grob gereinigt: mehr steckt im Wort besenrein nicht
- Nebenräume werden am häufigsten vergessen und am sichersten kontrolliert
- Acht Punkte, die beim Rundgang wirklich angesehen werden
- Was ins Übergabeprotokoll gehört, Zählerstände inbegriffen
- Ein Zeitplan für die letzten drei Tage vor dem Termin
Was besenrein in der Praxis bedeutet
Der Begriff ist älter als jede Hausordnung und beschreibt genau das, was er sagt: einen Zustand, den man mit einem Besen herstellt. Leer, gekehrt, keine losen Rückstände, keine groben Verschmutzungen. Staub in Ecken, Kalk im Bad und Fingerabdrücke auf Türrahmen fallen nicht darunter.
Was nicht darunter fällt, ist ebenso wichtig: eine Grundreinigung mit geputzten Fenstern, entkalkten Armaturen und ausgewischten Schränken ist mehr als besenrein. Manche Verträge verlangen sie trotzdem, manche verlangen zusätzlich Schönheitsreparaturen. Beides steht dann ausdrücklich im Mietvertrag, und der ist die Grundlage, nicht die Erwartung beim Termin.
Wir sind kein Rechtsberater und geben hier keine Auskunft darüber, welche Klausel wirksam ist. Was wir beschreiben können, ist der Zustand, der in der Praxis erwartet wird, und die Arbeit, die nötig ist, um ihn herzustellen. Wer bei einer Klausel unsicher ist, lässt den Vertrag von jemandem ansehen, der dazu befugt ist.
Mehr zum Nachlesen
- Umzugskosten Woraus sich der Betrag zusammensetzt, mit drei Rechnungen aus unserer eigenen Preisliste.
- Sperrmülltrennung Was als sperrig gilt, was einzeln gehen muss und was in keine gemischte Fuhre darf.
- Packen und Kartons Wie viele Kartons welche Wohnung braucht, was wohin gehört und in welcher Reihenfolge gepackt wird.
- Sperrmüll Einzelne sperrige Stücke werden dort abgeholt, wo sie stehen, verladen und zur Umladestation gefahren.
- Entrümpelung Einzelne Räume oder ganze Ebenen werden leergeräumt, während der Rest der Wohnung ganz normal bewohnt bleibt.
Was bis zum Termin restlos raus sein muss
Die häufigste Ursache für einen geplatzten Übergabetermin ist nicht Schmutz, sondern Restbestand. Übersehen werden fast immer dieselben Orte, und in einem Haus sind es vier davon auf einmal.
Rechnen Sie diese Räume beim Umzug von Anfang an mit ein und nicht als Anhängsel für den letzten Nachmittag. Aus einem Keller, einem Dachboden, einer Garage und einem Gartenhaus kommen leicht zwölf Kubikmeter zusammen, und das ist eine eigene Fuhre.
Die Orte, an denen am Ende noch etwas steht
- Keller und Dachboden samt Regalen, Farbeimern und alten Teppichresten
- Garage, Carport und Gartenhaus, dazu Reifen, Gartengeräte und Kanister
- Balkon und Terrasse: Blumenkästen, Erde, Sonnenschirmfuß, Bodenroste
- Der eigene Briefkasten und das Namensschild an der Klingel
- Alles, was Sie selbst eingebaut haben: Lampen, Regalschienen, Duschstangen, Fliegengitter, Rollos
- Sondermüll, der jahrelang unauffällig stand: Farben, Lösemittel, Leuchtstoffröhren, Akkus
- Der Müll vom Umzugstag selbst, also Kartonreste, Folie und Klebeband
Was beim Rundgang tatsächlich angesehen wird
Ein Übergabetermin dauert selten länger als eine halbe Stunde, und er läuft in fast jeder Wohnung gleich ab. Der Vermieter oder die Verwaltung geht Raum für Raum, prüft acht Punkte und schreibt auf, was auffällt. Wer weiß, welche acht das sind, kann den Termin vorbereiten, statt ihn zu erleben.
Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Abnutzung und Schaden. Abgelaufener Bodenbelag, verblasste Tapete und matte Türklinken sind normaler Gebrauch. Ein Brandloch, ein gerissenes Waschbecken oder eine herausgebrochene Schranktür sind es nicht.
Acht Punkte, die im Protokoll landen
- Wände und Decken: Löcher, Dübel, Flecken, Übergänge nach entfernten Regalen
- Böden: Kratzer, Dellen, Wasserränder, lose Leisten
- Fenster und Rollläden: Gangbarkeit, Dichtungen, Griffe, Gurte
- Türen und Zargen: Schließen sie, fehlen Griffe, gibt es Ausbrüche am Schloss
- Bad und Küche: Silikonfugen, Armaturen, Abflüsse, Anschlüsse hinter Geräten
- Heizkörper und Thermostate, samt Entlüftungsschrauben
- Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und Wärme, jeweils mit Zählernummer
- Schlüssel: Anzahl, Art, und ob alle nachgemachten dabei sind
Das Übergabeprotokoll, und warum es beide schützt
Das Protokoll ist das einzige Dokument, das nach dem Termin noch etwas beweist. Es hält fest, in welchem Zustand die Wohnung war, welche Zählerstände galten und wie viele Schlüssel den Besitzer gewechselt haben. Ohne Protokoll steht Aussage gegen Aussage, und zwar meistens erst Monate später, wenn es um die Kaution geht.
Schreiben Sie Zählerstände immer mit der Zählernummer auf und machen Sie zusätzlich ein Foto, auf dem Nummer und Stand zusammen zu sehen sind. Das ist der Punkt, an dem hinterher am häufigsten gestritten wird, und ein Foto beendet die Diskussion in zehn Sekunden.
Unterschrieben wird von beiden Seiten, und beide bekommen eine Ausfertigung. Wenn Sie mit einem Eintrag nicht einverstanden sind, unterschreiben Sie trotzdem, notieren aber daneben, dass Sie diesen Punkt anders sehen. Ein nicht unterschriebenes Protokoll hilft niemandem.
Was in jedes Protokoll gehört
- Datum, Uhrzeit und die Namen aller Anwesenden
- Alle Zählerstände mit der jeweiligen Zählernummer
- Zahl und Art der übergebenen Schlüssel, auch nachgemachte
- Jeder Mangel einzeln benannt, mit Raum und Lage statt mit einem Sammelsatz
- Ein Vermerk, welche Punkte strittig geblieben sind
- Die neue Anschrift für die Nebenkostenabrechnung
- Unterschriften beider Seiten und je eine Ausfertigung
Wo es in der Praxis regelmäßig hakt
Drei Dinge gehen immer wieder schief, und alle drei lassen sich vorher abstellen. Das erste ist der Termin selbst: Wer die Übergabe auf den Nachmittag des Umzugstages legt, steht mit einer Wohnung voller Kartonreste da und hat keine Stunde Luft mehr. Legen Sie die Übergabe auf den Tag danach, wenn der Vertrag das zulässt.
Das zweite ist das, was neben dem Wagen liegen bleibt. Am Umzugstag fällt auf, dass drei Dinge nicht mit sollen, und die bleiben dann im Hof stehen. Für den Vermieter ist die Wohnung damit nicht leer, und für Sie wird daraus eine zweite Anfahrt.
Das dritte ist die Endreinigung, für die nach dem Beladen niemand mehr Kraft hat. Wer merkt, dass es knapp wird, bucht lieber Träger ohne Fahrzeug dazu; die kosten ab 24 € je Stunde. Für Regale, Lampen und selbst eingebaute Teile gibt es Träger mit Werkzeugkoffer, die Zahl dafür lautet ab 29 € je Stunde, Akkuschrauber und Schlüsselsatz liegen im Wagen.
Ein Zeitplan für die letzten drei Tage
Der Plan unten setzt voraus, dass der Umzug selbst an Tag zwei stattfindet und die Übergabe an Tag drei. Diese Aufteilung ist der einzige wirksame Puffer gegen alles, was schiefgehen kann, und sie kostet nichts außer einem Tag mehr Miete.
Wenn der Vertrag eine Übergabe am Umzugstag verlangt, ziehen Sie die Reinigung vor und lassen nur die Räume offen, in denen noch Möbel stehen. Auch das ist machbar, es braucht nur eine Stunde mehr Planung.
Drei Tage, sieben Schritte
Tag eins, vormittags: Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus vollständig leerziehen.
Tag eins, nachmittags: Sondermüll, Elektrogeräte und Restsperriges getrennt bereitstellen, damit alles in einer Fuhre mitgeht.
Tag zwei: Umzug. Nach dem letzten Karton alle Räume einmal fegen, solange die Mannschaft noch da ist.
Tag zwei, wenn der Wagen weg ist: Löcher schließen, Silikonfugen ansehen, Lampen abnehmen und Auslässe sichern.
Tag drei, früh: Endreinigung, Fenster nur, wenn der Vertrag es verlangt.
Tag drei, vor dem Termin: Zählerstände fotografieren, Schlüssel zählen, Briefkasten und Klingelschild leeren.
Tag drei, Übergabe: Protokoll ausfüllen, strittige Punkte notieren, beide unterschreiben, Ausfertigung mitnehmen.
Wenn am Ende doch etwas stehen bleibt
Das kommt häufiger vor, als es Ihnen lieb ist, und es ist kein Drama, solange es vor der Übergabe auffällt. Für kleine Reste gibt es die Einzelfuhre bis drei Kubikmeter, die in einem Gang beladen und abgefahren wird; sie kostet ab 102 €. Für größere Mengen rechnen wir nach Kubikmeter, der Satz dafür lautet ab 33 €, und die Fläche kommt besenrein zurück.
Wer merkt, dass er mit dem Packen nicht fertig wird, bucht den Packdienst dazu. Der wird je Kraft und Stunde gerechnet und kostet ab 26 €; Kartons und Papier stehen dabei getrennt auf der Rechnung. Das ist meist günstiger als eine verschobene Übergabe samt einem weiteren Monat Miete.
Ein Kofferwagen mit einundzwanzig Kubikmetern samt Fahrer kostet ab 45 € je Stunde und reicht für das, was nach einem Umzug übrig bleibt, in aller Regel in einer einzigen Fahrt. Rufen Sie in so einem Fall früh an, nicht am Morgen der Übergabe.
Was Wohnungsübergabe kostet
Die Beträge sind der Anfang der Rechnung, nicht ihr Ende. Was dazukommt, steht vorher als eigene Zeile im Angebot.
| Leistung | Wofür sie am Ende gebucht wird | Betrag |
|---|---|---|
| Träger ohne Fahrzeug | letzte Reste tragen, Keller und Garage leerziehen | ab 24 € je Stunde |
| Träger mit Werkzeugkoffer | Regale, Lampen und eingebaute Teile abnehmen | ab 29 € je Stunde |
| Einzelne Fuhre bis 3 m³ | was nach dem Umzug übrig geblieben ist | ab 102 € |
| Packdienst, je Kraft und Stunde | einpacken, was am Vortag nicht fertig geworden ist | ab 26 € |
Fragen zum letzten Tag in der alten Wohnung
- Was heißt besenrein genau?
Besenrein bedeutet: vollständig leer, Boden gekehrt oder gesaugt, grobe Verschmutzungen entfernt. Gemeint ist der Zustand, den man mit einem Besen herstellt, nicht eine Grundreinigung mit Fenstern und entkalkten Armaturen. Ob mehr geschuldet ist, steht im Mietvertrag und ergibt sich nicht aus dem Wort selbst.
- Müssen Dübellöcher geschlossen werden?
In der Praxis erwarten die meisten Vermieter, dass Löcher verfüllt und farblich angeglichen sind, besonders bei ganzen Reihen von einem abgebauten Regal. Ob das geschuldet ist, hängt vom Mietvertrag ab und nicht von der Gewohnheit. Wer unsicher ist, lässt die Klausel von jemandem ansehen, der dazu befugt ist.
- Was gehört in das Übergabeprotokoll?
Datum, Anwesende, alle Zählerstände mit Zählernummer, Anzahl und Art der Schlüssel, jeder Mangel einzeln mit Raum und Lage, strittige Punkte und die neue Anschrift für die Nebenkostenabrechnung. Beide Seiten unterschreiben, beide bekommen eine Ausfertigung, und Zählerstände werden zusätzlich fotografiert.
- Müssen Keller und Garage auch leer sein?
Ja, mitvermietete Nebenräume gehören zur Wohnung und werden beim Rundgang mit kontrolliert. Aus Keller, Dachboden, Garage und Gartenhaus kommen leicht zwölf Kubikmeter zusammen, und das ist eine eigene Fuhre. Diese Räume gehören deshalb an den Anfang der Umzugsplanung und nicht an das Ende.
- Was tun, wenn kurz vor der Übergabe noch Sperriges dasteht?
Anrufen, solange noch ein Tag Zeit ist. Kleine Reste gehen als Einzelfuhre bis drei Kubikmeter, die in einem Gang beladen und abgefahren wird und ab 102 € kostet. Größere Mengen rechnen wir nach Kubikmeter, der Satz lautet ab 33 €, und die Fläche geben wir besenrein zurück.
- Wann sollte der Übergabetermin liegen?
Am Tag nach dem Umzug, wenn der Mietvertrag das zulässt. Wer die Übergabe auf den Nachmittag des Umzugstages legt, steht zwischen Kartonresten und hat keinen Puffer für Reinigung, Löcher und vergessene Nebenräume. Ein einziger zusätzlicher Tag Miete ist billiger als eine verschobene Übergabe.
Rechtzeitig vor dem Rundgang
Nennen Sie uns den Übergabetermin, dann planen wir die Räumfuhre einen Tag davor. Das Aufmaß ist kostenlos und bindet Sie an nichts.
- Telefonzeit montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr; das Formular nimmt auch danach noch an.
- Gesetzlicher Haftungsrahmen nach Paragraf 451e HGB: 620 Euro je Kubikmeter Laderaum.
- Was mitgenommen wird, geht getrennt zur Umladestation, und die Gebühr steht offen im Angebot.
- Die Zahl im Angebot wandert bis zur Schlussrechnung nicht mehr.
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